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Zwischen deine Schulterblätter
passt ein Messer und ein Kuss,
Komm und wähle Deine Waffe
Weil die Unschuld sterben muss.

Aufgespalten mit der Zunge
hätt ich gerne deinen Mund,
du bist hier bei mir geblieben
viel zu lange, Stund um Stund.

Nur wer feige ist, der tötet
Unschuld durch den Kuss allein.
Für das Messer braucht es Helden
und ich kann nicht feige sein.

Ich hab schwer mit mir gerungen,
als Du gestern bei mir schliefst.
Habe deinen Duft verschlungen
als Du durch mein Zimmer liefst.

Und noch schläfst du wie ein Engel,
wie ein Spielzeug liegst du da,
unter den verfluchten Laken
und ich fühl mich sonderbar
(denn ich bin dir schon zu nah).

Nur wer feige ist, der tötet
Unschuld durch den Kuss allein.
Für das Messer braucht es Helden
und ich kann nicht feige sein.

An Dich

Ich möchte Brennen nur mit Dir allein
Der Welt auf ewig untreu sein
Vereint mit Deinem weißen Leib
Du bist mein Traum, komm sei mein Weib

Ich will die Welt für Dich zu Trümmern schlagen
Möchte einen neuen Anfang wagen
Mit Dir die Weltensäulen bauen
Meine Ängste nur Dir anvertrauen

Das fahle Licht des Vollmonds schien auf Dich
Allein von Angesicht zu Angesicht
An dieser Nacht will ich mich ewig laben
Die Gier nicht länger tief in mir begraben

Dein reines Blut, ich spürs in Deiner Brust
Zitternd beugst Du Dich meiner Lust
Wenn unsere Leiber sich zur Asche fügen
Werden wir zusammen den Tod betrügen

Der zweite Urvater des Rollenspiels, Dave Arneson, ist knapp ein Jahr nach Gary Gygax, ebenfalls gestorben.
Er erlag am Dienstag seinem Krebsleiden.
Er war eine nicht so öffentliche Person für die Rollenspielszene wie Gary Gygax, weshalb ich wenig über ihn schreiben kann. Aber alles was ich zu Gary Gygax Tod geschrieben habe, gilt uneingeschränkt auch für Dave.
Wie die Konstellation der beiden bei der Erfindung des Rollenspiels nun tatsächlich aussah wissen wohl nur die beiden. Aber ich bin sicher, das beide ihren Teil dazu beigetragen haben.

Ruhe in Frieden, Dave.

Seelenbrand

Ich stehe mitten in den Flammen
Doch ich verbrenne einfach nicht
Meine Haut zieht sich zusammen
aber reißen will sie nicht

Ich hab die Hände voller Wunden
doch kein Blut tränkt meine Lumpen
gestorben bin ich schon vor Stunden
doch mein Herz hört nicht auf zu Pumpen

Ein Dolch steckt tief in meinem Herzen
den hast du dort reingerammt
Ich spür´ noch lange keine Schmerzen
denn Du hüllst meinen Geist in Samt

Ich möchte schrein doch meine Zunge
hängt betäubt in meinem Hals
Hab keine Luft mehr in der Lunge
Auf meine Wunden streust du Salz

Die Welt ist schwarz, ich seh nur Dich
Doch meine Augen sind schon leer
Raben zerhaken mein Gesicht
Doch heute sterbe ich nicht mehr

Ich werde warten, beten, leiden
bis der jüngste Tag anbricht
Du kannst dich weiter an mir weiden
Du bleibst in Ewigkeit mein Licht

  • Atomarer Erstschlag
    Das Bedrohungspotential muss aufrecht erhalten werden, was uns irgendwann dazu zwingen wird, diesen Schritt auch zu gehen und einen Atomarschlag durchzuführen.
  • Präventiv-Eskalation
    Heisst zu Deutsch: Einen Krieg anfangen um mögliche Krisenherde schon im Verdachtsmoment zu bekämpfen. Dies öffnet der Willkür der Natostaaten gegenüber dem Rest der Welt Tür und Tor.
  • Informationsdominanz
    Was soll man dazu sagen? Wer Informationsdominanz erlangen möchte, hat das Wesen der Demokratie nicht verstanden

http://de.indymedia.org/2009/04/245889.shtml

UPDATE:
besteht Hoffnung nach dem Gipfel?
- Weniger würde ich sagen. Obama hat, wie immer, schöne Worte gefunden. Aber letztendlich verlangt er das selbe was auch Bush von uns verlangte: Stärkere Unterstützung in Afghanistan und weitere Aufrüstung.
Eigentlich ist Obama noch viel schlimmer als Bush, denn durch sein Charisma und auch durch seine Prinzipiell menschlichere Politik wird es viele geben die den Widerstand gegen die Amerikanische Militärdominanz aufgeben.
Er macht es ja auch sehr schlau. Statt auf der Vormachtstellung der USA zu beharren, nimmt er die Bündnispartner in die Pflicht. “Er möchte das Europa und die USA auf gleicher Höhe stehen” sagt er, und meint “Europa soll aus seiner Mitläuferrolle in die Mittäterrolle schlüpfen, um sich nicht mehr so leicht aus der Affäre ziehen zu können, wie das im Irak der Fall war.
Nicht das ich einem Obama den Angriff auf den Irak zugetraut hätte, aber es gibt viele Krisenherde im Nahen Osten, die evtl. auch Obama zu einem Angriff “zwingen” werden. Zwingen natürlich aus US-Amerikanischer Sicht.
Allem in allem hat dieser Gipfel die Welt nicht sicherer gemacht. Er hat nur nochmal bestärkt, das Rüstung als wichtiger erachtet wird, als Gleichstellungsbemühungen für die Dritte Welt.

Die Nacht allein

Es ist nur schön die Nacht allein
Sie lässt sich auf den Trug nicht ein
Den nur des Tages Licht versteckt
Wenn Falschheit an der Schönheit leckt

Die Nacht zeigt stets was wirklich ist
Zeigt nur die Schemen vom Gesicht
Zeigt nur der Augen Glanz allein
und fällt nicht auf das Lächeln rein

Die Nacht schenkt dem Geborgenheit
Der Schutz braucht vor des Tages Leid
Sie gibt nicht von den Sünden kund
Doch offenbart den Seelengrund

Wenn nächtens in der Einsamkeit
Der Sternenhimmel Dir verzeiht
Das Du dich deinem Weg nicht beugst
Die Nacht von ihrer Gnade zeugt

Wolfsherz

Langsam ritt er die lange einsame Straße entlang. Hinter sich zog er ein Bündel her. Blut durchtränkte das Leinenbündel, und hinterließ eine sachte Spur hinter ihm. Schon lange hatte die Ware aufgehört sich zu bewegen. Sie waren bewußtlos geworden. Nein, sterben lassen wird er sie nicht, nicht jetzt so kurz vor dem Ziel. Morgen Früh schon wird er in der Stadt sein, und dann hat er für die nächsten Jahre ausgesorgt, und Kain, sein Blinder Bruder, würde einen Hund bekommen, der ihm das Auge sei.
Am Liebsten würde er gleich durchreiten, aber er konnte die Ware nicht einem so großen Risiko aussetzen. Zu wertvoll waren sie, zu zerbrechlich.
Also suchte er sich einen geeigneten Platz zum übernachten. Recht schnell fand er eine kleine Wiese die in den Wald hineinführte. Dort war er vor dem pfeifenden Wind geschützt. Das Bündel mit der Ware legte er weit weg vom Feuer. Umso kälter ihnen ist, umso weniger Kraft haben sie für einen Fluchtversuch. Dann, nachdem er sich nochmal davon überzeugte, das die Ware vor Erschöpfung schlief, ging er in den Wald um sich etwas für seinen knurrenden Magen zu besorgen. Heute war sein Glückstag, dachte er bei sich, denn schon wenige Minuten nachdem er in den Wald gegangen war, sah er ein Tier in wenigen schritten Entfernung vorbeihuschen. Die Sonne ging schneller unter, als er gedacht hatte, deshalb war es bereits so Dunkel, das er nicht mit Sicherheit sagen konnte, was sich da vor ihm zwischen den Bäumen bewegte. Ohne lange weiter darüber nachzudenken, legte er einen Pfeil in seinen Bogen, und schoß in die Dunkelheit.
Ein jämmerliches Heulen durchdrang den Wald, und er zuckte unwillkürlich zusammen. Das Heulen wich einem langsamer werdenden röcheln, und erstarb dann vollends. Langsam schlich er vorwärts, auf seine Beute zu. Entsetzen machte sich in ihm breit, als er erkannte, was er da geschossen hatte.
Vor ihm lag der leblose Körper einer ausgewachsenen Wolfin. Ihr Grauschimmerndes Fell reflektierte das Mondlicht, und ließ die ganze Szenerie geradezu gespenstisch erscheinen. Er wollte doch nur etwas zum essen schißen, nun lag da diese Tote Wölfin vor ihm. Er mochte Wölfe, sie gaben ihm das Gefühl von Erhabenheit und gleichzeitig die Wärme eines Treuen Freundes. Oft hat er, damals als er und sein Bruder noch mit ihren Eltern im Ehernwald gewohnt hatten, mit seinem Bruder auf ihrem geheimen Felsen gesessen, und das Wolfsrudel des Waldes beobachtet.
Kain konnte damals noch sehen, vor diesem schrecklichen Unfall, und vor dem Ausbruch der Seuche, die alles veränderte. Das Rudel hatte keine im Angst vor den beiden Jungen, im Sommer gingen sie beinahe täglich hinaus um die Wölfe zu beobachten.Nun stand er hier vor dem edelsten Geschöpf das er sich vorstellen konnte, und er selbst hatte es getötet.
Reiß dich zusammen sagte er zu sich selbst, du brauchst etwas zu essen, und hier liegt es vor dir, die romantischen Tage sind vorbei.
Er entspannte seinen Bogen, und band ihn sich auf den Rücken. Dann beugte er sich herab, um den Toten Wolfskörper hochzuheben, da bemerkte er ein rascheln im Augenwinkel. Neben der Wölfin sah er einen, aus Ästen und Zweigen errichteten, Bau. Als er genauer hinsah stockte ihm der Atem. 4 kleine Wolfsjunge krochen aus dem Bau und blickten Angstvoll in seine Augen. Schnell wendete er den Blick ab, und er rannte, den Toten Leib der Wolfsmutter im Arm, Richtung Lager.
Als er im Lager ankam musste er einen erneuten Schicksalsschlag hinnehmen. Das Bündel war aufgerissen, und seine Ware verschwunden.
Diese Ware, 1 Bretorianische Mutter und ihre 2 Kinder, hätten ihm soviel Geld auf dem Markt gebracht, das sie die nächsten Jahre sorgenfrei hätten Leben können.
Er lies die Wölfin fallen, und rannte zurück in den Wald, den spuren der Flüchtlinge nach. Er musste nicht weit gehen, da sah er sie, sie hockten um Gebüsch und versteckten sich vor ihm. Moment, sie versteckten sich nicht, sie saßen dort auf dem Waldboden, und hoben etwas auf. Jetzt erkannte er die Stelle, an der die Flüchtlinge saßen, es war die Stelle, dan der er die Wöfin getötet hatte. Sie saßen dort, die dummen einfältigen Bretorianer, kein Wunder, das sie als Sklaven verkauft werden, sie sind sogar zu dumm zu fliehen…zu Dumm? Mach dir nichts vor dachte er bei sich. Sie sind nicht zu dumm, sie sind zu….Menschlich. Dort saßen sie auf dem Kalten Waldboden, sich vollkommen darüber bewußt, das sie verfolgt würden, und einem elenden Schicksal als Sklaven in Geronien entgegensahen. Und das alles riskierten sie für diese 4 kleinen Wolfsjunge. Er drehte sich um und ging mit gesenktem Kopf Richtung Stadt. Sein Pferd band er vom Baum, und gab ihm einen klaps auf das es vortlief.
Die ganze Nacht lief er durch, mit gesenktem Kopf bis in die Stadt. Die schmutzigen Hütten derer die sich ein müßigeres Leben als das eines einfachen Bauern in einem kleinen Dorf erhofft hatte, säumten die matschigen Straßen. Als er an seine Hütte kam, die schon in einem etwas besseren der vielen Armenviertel stand, erreichte, klopfte er müde an die Tür. “Wer ist da!” rief Kain von innen. “Ich bin es” rief er zurück.
Lurz darauf öffnete sich die Tür, und ein Mann mit verbrantem Gesicht und leeren Augen stand im Rahmen. “Komm Bruder, nimm deinen Stock. Wir gehen”. Damit drückte er Kain seinen Stock in die Hand, und führte ihn hinaus auf die Straße, dann hinaus aus der Stadt und hinein in den Wald. Er erzählte ihm nichts von dem Vorfall in der Nacht, doch er baute mit den eigenen Händen eine Hütte genau an der Stelle an der er die Wölfin getötet hatte. Dort ließ er sich mit seinem Bruder nieder, und bestellte ein kleines Feld in der Nähe. Es reichte zum Leben, nicht für mehr, aber das war mehr als die schmutzige Stadt ihnen geben konnte. Eines Abends, er arbeitete noch bis Sonnenuntergang auf dem Feld, sah er sich unvermittelt einem Großen Weißen Wolf gegenüberstehen. Der Wolf blickte ihm Tief in die Augen, und er erwiederte den Blick voller Furcht. Doch dann begriff er, er hatte ihm verziehen. Tränen liefen ihm über die Wangen während der Große Weiße sich umdrehte und den Heulenden Silhouetten dreier Wölfe auf dem nahgelegenen Hügel entgegentrottete.

Nachts allein zuhaus

“Mama?” Tina rieb sich mit den Fingern die Juckenden Augen, während sie gähnend und mit verschlafener Stimme nach ihrer  Mama rief. “Mama? MAAAAMAA!”
Keine Antwort.
Bestimmt hat Papa wieder so Laut geschnarcht, das Mama sich ins Wohnzimmer gelegt hat dachte Tina bei sich, und suchte den Ausgang ihrers Bettes. Es war Stockduster in ihrem Zimmer, nicht einmal die kleine Nachtischlampe, die Papa abends immer an liess, brannte, das fiel ihr jetzt erst auf.
Sie drehte sich, von einer Wand zur nächsten, aber es gab keine offene Seite.
Ich wurde eingemauert!! dachte sie, und ihr kleines Herz begann zu so schnell zu pochen wie das ihres Kaninchens, wenn der Hund am Käfig vorbei lief.
Mama,Mama,Mama,Mapa, Papa begann sie panisch zu rufen, dabei drehte sie sich von einer Seite des Bettes zu anderen, doch überall waren nur Wände.
Plötzlich landete sie mit einem dumpfen rumssen auf dem Boden.
Eine Geheimtür, ich mus eine Geheimtür gefunden haben. Wo ich nur bin?
Langsam tastete Tina sich vor, und suchte nach dem Lichtschalter. Ein paar mal stieß sie im Dunkeln gegen einen Schrank oder trat auf irgendein Spielzeug.
Erstmal die Tür finden, da ist auch der Lichtschalter.
Nach einer Blinden Suche, hielt sie endlich die Türklinke in der Hand. Daneben war der Lichtschalter, sie drückte ihn…nichts…
Die Lampe haben sie mir auch geklaut, damit ich nicht weglaufen kann, wenn ich die geheimtür gefunden habe…
Tina öffnete die Tür, und trat hinaus in den kalten, mit fließen bedeckten Flur.
Ihe Nackten Füße verkrampften sich auf dem kalten Boden, und sie trippelte schnell die Wand entlang, bis zum Schlafzimmer der Eltern. Langsam öffnete sie die Tür.
Das bett war leer…
“Mama?MAAMAA!!, PAPA!”
nichts.
vieleicht sind sie beide im Wohnzimmer
Tina ging im Dunkeln die Treppe hinunter, vorsichtig setzte sie einen Fuß vor den anderen, und ertastete die jeweil nächste Stufe. Zu versuchen das Licht im Flur anzumachen war sinnlos, das wußte sie. Kein Monster das Lampen klaut, lässt gerade die im Flur hängen. das weiß doch jedes Kind.
Unten angekommen schlich sie sich in das Zimmer ihrer kleinen Schwester. Auch hier wr es stockduster. Sie tastete sich bis zu ihrem Bett vor, und schüttelte sie sanft.
Zum Glück haben sie ihr Bett nicht zugemauert
Als Saskia, aufwachte, hätte sie beinahe angefangen laut zu weinen, schließlich war es dunkel, und sie wurde geweckt, aber Tina steckte ihr schnell genug den Schnuller in den Mund, damit sie garnicht erst anfing.
psst, wir müssen Mama und Papa suchen. Ein Monster oder so was ähnliches hat versucht mich einzumauern, aber ich hab den Geheimweg gefunden, und alle Lampen hat es auch geklaut…
Tina gab Saskia die hand, und zog sie hinter sich her in den Flur. Dann schlichen sie weiter bis zum Wohnzimmer. Unter der Tür drang ein Lichtstrahl.
“Puh” atmete Tina auf, “Mama und Papa sind noch im Wohnzimmer”, dann öffnete sie die Tür…

Tinas Papa schloss die Tür auf, und betrat die Wohnung, dann drehte er sich zu Tinas Mama, die ihm auf dem Fuße folgte, “psst” machte er mit dem Finger vor dem Mund, “pass auf, wenn du die Tür zumachst, nicht das die Kinder aufwachen. Es ist schon schlimm genug, das wir mitten in der Nacht zu deiner Mutter rüberfahren mussten, um eine neue Sicherung zu holen. Gleich morgen gehen wir ein paar Notfall-Ersatzsicherungen kaufen.”
Als Sie die Wohnzimmertür öffneten erschraken sie.
“huch, was macht ihr denn hier unten?” Fragte Papa die beiden Mädchen. Tina hielt die Hand ihrer Schwester, und Saskia zerdrückte ihren Lieblingsteddy Bodo zwischen ihren Armen. Doch sie sagten kein Wort, sondern blickten nur Stumm geradeaus. Als Papa Tinas Finger folgte, der nun zögerlich über den Eingang zeigte ließ er die Autoschlüssel fallen und erstarrte…

Ich rannte. Einfach nur weg. Das Blut klebte noch an meinen Händen, in den Fensterscheiben der schäbigen Häuser an denen ich vorüberlief konnte ich erkennen, das es selbst in meinem Gesicht klebte, an meiner Jacke, überall. Es war überall. Der Nektar meiner Schuld. Ich wollte das nicht tun, ich wollte es nicht. Doch es ging nicht anders.
Diese Angst, dieses Flehen. Es war schrecklich, es war befreiend, es war schön.
NEIN, es war grausam, ich bin ein Untier, ein Monster.

Plötzlich stand er vor mir, dieser bleiche Mann in Dunklen Gewändern. Er starrte mich an. Ich wich zurück.
“Darf ich mich vorstellen” sagte er mit düsterer, ruhiger Stimme. “Ich bin Hardragast”
“Nein, geh weg” rief ich, und machte ein paar schritte zurück.
“Ich weiß was Du getan hast” er blickte mich durchdringlich an. Ein Windstoss ließ seine langen Haare wehen, und aus heiterem Himmel setzte ein Gewitter ein.
Ich zuckte zusammen bei den plötzlichen, grellen Blitzen. Im Licht der Blitze schien es als würde der Himmel hinter ihm brennen.
“Ich kann dir deine Schuld nehmen”. Er streckte mir die Hand entgegen. Sollte ich mitgehen? “Ja, du musst” flüsterte jemand hinter meiner Stirn.
Vorsichtig streckte ich ihm die Hand entgegen. Ein Wirbel erfasste mich. Ich wurde hinfprtgerissen, alles begann sich zu drehen. Die Flammen des Himmels ergriffen mich und schleuderten mich in wilden Kreisen um den Fremden, der in diesem Sturm stand wie ein Fels in der Brandung.
Als der Sturm nachlies stand ich mit dem Dunklen vor einem Altertümlichen Tor, welches in ein Mittelalterliches Gebäude führte. Mit einer Handbewegung des Dunklen öffnete sich das Tor, und dahinter eröffnete sich eine Große Halle voller Bücher. Ich hörte das schreien und wimmern von Hundertern. Ich wollte fliehen, doch es ging nicht, irgendetwas hielt mich.
“Willst du von deiner Schuld erlöst werden?” fragte der Dunkle. “Ja, das will ich”, zögerte ich.
Er geleitete mich eine große Treppe hinunter ie in den riesigen Saal führte. Als wir unten ankahmen stockte mir der Atem. Ein Langer Gang führte an den Regalen vorbei, bis zu einem Rondell in der Mitte des Raumes.

Dort lag ein Mann. Blutüberströmt und von kleinen rostigen Nadeln durchstochen, vor Schmerzen wimmernd. Ein Dunkler, schattiger Strahl floß/schwebte von seinem Kopf zu einem aufgeklappten Buch, das auf einem Altar Hinter ihm lag. Der schattige Strahl war kein Licht, aber auch kein Gas, sondern eine seltsame Substanz die direkt aus der Hölle kommen musste.
Das Buch leuchtete mit jedem Schub der schattigen Substanz, die es von dem gequälten aufnahm. 3 Männer in schwarzen Roben mit über das Gesicht gestülpter Kapuze standen um den Mann, und quälten ihn weiter mit heißen Eisen und scharfen Messern. Instinktiv drehte ich mich weg. Zu grausam war es, was ich sah. Doch auf irgendeine kranke Weise auch Süß und verführerisch.
Der Dunkle drehte sich zu mir, streckte den Arm präsentierend zu dem gequälten und fragte mich “Soll ich dir deine Schuld nehmen? Entscheide dich oder sei auf immer verdammt!”.
Ich drehte mich im Kreis, ich wusste nicht was ich tuen soll. Meine Schuld war Groß und ich war mir sicher, das ich nicht mit ihr Leben konnte, aber das…das hier war schrecklich. Am Rande der Großen Halle sah ich hunderte vergitterte Türen, hinter denen ich weitere Schmerzensschreie hörte. Das Buch auf dem Altar fing an zu pulsieren. Einer der Männer in Roben nahm es vom Altar, und stellte es in ein Regal mit weiteren Pulsierenden Büchern, während ein anderer ein neues “Totes” Buch aus einem anderen Regal holte.
Ich sah die Bilder meiner Tat, wieder und wieder. Wie Blitze schlugen sie auf mich ein, wieder und wieder. Ich ging in die Knie, vergrub meinen Kopf in meinem Schoß.
“Jaaa” schrie ich, “befreit mich, befreit mich von meiner Schuld”.

….

Am nächsten Morgen ließen Sie mich gehen. Sie haben meine Schuld ausgelöscht. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, was ich getan habe. Ich habe keine Gewissensbisse nur die Tiefen Narben auf meinem Körper werden mich immer an diese Nacht erinnern. Und der Dunkle, den ich jede Nacht in meinen Träumen sehe. Den Himmel brennend und den Ketten an denen ich hing, als sie meine Schuld nahmen.

Trajns Erkenntnis

Die Sonne war schon lange untergegangen, der Vollmond spiegelte sich im Weiher vor seinem Fenster. Trajn saß noch immer wach in seinem Bett, obwohl er Morgen noch vor Sonnenaufgang mit seinem Vater raus musste um die Mangolenfelder abzuernten. Er saß da, und es dampfte aus seinem Mund. Seit er mit seinen Freunden im Steinbruch war und Grilion, dieser blöde Angeber, vorgeschlagen hatte Magier zu spielen dampfte es unaufhörlich aus seinem Mund. Sie waren zu fünft, Er selbst, Grilion, Tarish, Sen und Taralia. Er hatte schon ein schlechtes Gefühl, als Grilion die Kristalle aus einem Versteck in einer der zerfallenen Hütten holte, die hier im ganzen Steinbruch verteilt waren. Dieser Steinbruch war noch vor wenigen Jahren einer der wichtigsten Kristalllieferanten für die Magier des Reiches. Aber die Kristalladern waren versiegt, und so verschwanden auch alle Bergarbeiter, Händler und Soldaten wieder aus seinem Dorf…Und mit ihnen der kurze aber schöne Wohlstand, den eine Kristallmine mit sich bringt.
Nie wurden sie überfallen, da die Soldaten des Königs die die Mine bewachten, Strauchdiebe und Plünderzwerge abschreckten. Seit die Soldaten weg sind, werden sie wieder überfallen, nicht so häufig wie früher, es scheint sich noch nicht ganz rumgesprochen zu haben, das die Mine geschloßen wurde, aber jeder Überfall drängt das Dorf an den
Rand des Überlebens.
Das schlechte Gefühl, das er hatte wurde durch Taralias erwartungsvollen Blick beiseite gewischt. Alle Jungs hatten bereits ihre Kristalle geschluckt, und dann schnell einen Zug aus der Pfeife ihrer Väter genommen, um so zu tun, als würden sie “reagieren”. Dann nahm er seinen Kristall und schluckte ihn. Es schmerzte, als der harte und spitze stein sich durch seinen Hals drängte, doch blieb ihm keine Zeit sich die Tränen aus den Augenwinkeln zu wischen, denn er
spürte bereits jetzt, das etwas nicht stimmte. Schnell nahm er einen tiefen Zug von der Pfeife, die er wie die anderen, seinem Vater gestohlen hatte. Sie füllten sie immer mit den Blättern der Mangolenpflanze. Es schmeckte scheußlich, aber es besaß eine leicht aufputschende Wirkung, die gerade in der Erntezeit das frühe Aufstehen, und späte zu Bett gehen etwas erleichterte. Er mußte husten, und der Dampf quoll in Schwällen aus seinem Mund. Schnell drehte er sich um, krümmte sich als wäre ihm schlecht, und rannte davon. Hinter sich hörte er das Gelächter seiner Freunde. Wenigstens haben sie ihm abgekauft, das ihm schlecht geworden sei. Er lief über die nächste Hügelkuppe, und leiß sich dort ins Gras fallen. Mit dem Gesicht nach unten lag er dort und begann zu weinen.
Gerade war er noch ein Junge aus einem unbedeutenden Dorf, der sein Leben als armer Bauer fristen sollte. Jetzt war er gezeichnet. Hinter sich hörte er eine Stimme, dann berührte eine Hand seine Schulter.
Instinktiv drehte er sich um, ohne die folgen zu bedenken. Er sah in das vor schreck erstarrte Gesicht von Taralia.
Blitzschnell hielt er sich die Hand vor den Mund, doch es war bereits zu spät. Einen ewig währenden Moment starrten die beiden sich an. Er dachte an die Zeiten die sie erlebt hatten, seid sie Kleinkinder waren kannten sie sich, sie gingen die gesamten 3 Jahre gemeinsam zur Schule. Wenn die Arbeit es zuließ, trafen sie sich jeden Tag, und spielten, dachten sich Geschichten aus, und alberten damit herum, das später Heiraten würden, und zusammen einen eigenen Hof mit Tieren haben werden. Doch seit 2 Jahren, er war jetzt 14, ging es zuende mit diesen Blödeleien. Er begann ein Mann zu werden, und es viel ihm immer schwerer unbeschwert mit ihr umzugehen.
“Geh!”, sagte sie mit Tränen in den Augen, “Geh, ich sage Niemandem etwas
davon”. Trajn stand auf, und lief los, er drehte sich nicht mehr um, als Taralia auf der Wiese in Tränen zusammenbrach.

Er hatte sich unbemerkt ins Haus geschlichen, und als die Mutter zum Abendessen rief, hatte er gesagt, ihm sei schlecht, und er volle Heute nichts Essen. Er saß noch Stunden dort in seinem Bett, und langsam lies der Dampf auch wieder nach. Plötzlich wurde er vom Rufen seines Vaters aus den Gedanken gerissen. “Trajn, bist du schon wach wir müssen gleich los!”. Plötzlich durchzogen ihn Gedankenblitze die ihn zum erzittern brachten. Er sah seinen Vater und sich auf dem Feld, als eine Truppe Hescher auf sie zukommt, und ihn und seinen Vater überwältigen.
Nein, das konnte er nicht zulassen.Wenn herauskommt, das er Infiziert ist, werden sie nicht nur ihn, sondern auch seinen Vater anprangern.
Blitzschnell stand er auf, griff nach dem verrosteten Jiku Anhänger den er von Taralia bekommen hatte, und sprang zum Fenster hinaus.
Er lief einfach Fort, immer weiter, ohne sich umzusehen, ohne anzuhalten, er lief bis spät in den nächsten Abend hinein. Dann kam er an eine alte verlassene Waldhütte, die mal ein Grenzposten war. Dort ging er hinein legte sich in eine Ecke und schlief ein.

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